Seit vielen Jahren beobachtet Silvie, wie sich das Gesundheitswesen, die Digitalisierung und gesellschaftliche Strukturen verändern.
In ihrer Arbeit mit chronisch kranken Menschen, ihrem Blick auf digitale Räume und ihrer Auseinandersetzung mit Selbsthilfe, Forschung und Versorgung begegnet sie immer wieder denselben Fragen: Wo entstehen Lücken? Warum bleiben sie bestehen? Und wie lassen sie sich schließen?
Aus diesen Beobachtungen heraus ist der ME/CFS-Kompass entstanden.
Nicht als fertige Lösung, sondern als Infrastruktur für Menschen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen, Wissen teilen und neue Wege entwickeln möchten.
Silvie ist überzeugt, dass die Herausforderungen der Zukunft nicht allein durch Politik, einzelne Organisationen oder engagierte Einzelpersonen gelöst werden können. Sie brauchen Professionalität, Zusammenarbeit und den Mut, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln.
Deshalb versteht sie den ME/CFS-Kompass als ein offenes Projekt.
Sie entwickelt den Rahmen. Die Inhalte, Ideen und Lösungen entstehen gemeinsam mit den Menschen, die ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Kompetenzen einbringen möchten.
Silvie sieht sich dabei nicht als Mittelpunkt, sondern als Initiatorin. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, um die es hier geht.